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Der Insider

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- Doch noch neues Chartergesetz in Griechenland für 2012 möglich
30.03.2012

Stand Ende März 2012:
Die Wahlen in Griechenland finden erst am 06. Mai statt. Damit ist vorher noch genügend Zeit, dass zwei Gesetzesvorhaben das Parlament passieren könnten, die zur Erfüllung der Troika erforderlich sind. Eines der beiden Gesetzesvorhaben beinhaltet auch die neuen Bestimmungen für das Chartergeschäft.

Zur Zeit ist nicht sicher, welche Passagen von welchem Gesetz das Parlament passieren werden. Es ist aber möglich, dass das Chartergesetz doch noch vor dem Sommer verabschiedet wird und in Kraft tritt.

Segler sollten deshalb darauf vorbereitet sein, dass nach Inkrafttreten des Gesetzes möglicherweise zu erwarten sind und sie bei Verstößen strafrechtlich belangt werden können. RA Rollhäuser, Athen.


Stand Mitte März 2012:
Griechenland versucht zwar alle möglichen Geldquellen zu aktivieren, um von den Schulden runter zu kommen. Rechtsanwalt Rollhäuser aus Athen berichtet für die Kreuzerabteilung des Deutschen Seglerverandes e.V. aber, dass das Gesetz in diesem Jahr aufgrund der Neuwahl des Parlaments und der wichtigeren anstehenden Aufgaben nicht zur Durchführung kommen wird.

Das geplante Gesetz sollte die nicht lizenzierte gewerbliche Vercharterung von Yachten unter strenge Strafe stellen. Geplant waren Strafen von bis zu zwei Jahren Gefängnis und Zahlung von 15.000 bis 120.000 Euro. Allein schon die Werbung für nicht erlaubte Törns solle unter Strafe gestelle werden. Betroffen wären vor allem private Eigner, sogenannte schwarze Schafe, die ihre Yacht ohne Genehmigung an Mitsegler oder Selbstsegler in Griechenland verchartern. In anderen Regionen wie beispielsweise in der Türkei wird diese Praxis bereits seit vielen Jahren durch Linzenvergabe durch das Tourismusministerium in Ankara kontolliert und verhinder..

Die aktuelle Situation schätzt Rechtsanwalt Rollhäuser wie folgt ein:
"Seitdem klar ist, dass entweder Ende April oder Anfang Mai gewählt wird, darf man davon ausgehen, dass jetzt keine Gesetze mehr verabschiedet werden, denn das Parlament wird demnächst aufgelöst. Die Bildung der neuen Regierung wird sich in den Sommer hineinziehen; Gesetze müssen neu im Parlament eingebracht werden, so dass frühestens im Herbst Änderungen eintreten könnten.

Auch weiterhin kann man also in Griechenland mit Vereinsyachten unterwegs sein. Solange sich die Gesetzeslage nicht ändert, wird auch keine Hafenpolizei anders verfahren als bisher. Außerdem bleibt es jeder Vereinsyacht unbenommen, ein Papier mitzuführen, das ihre Eigenschaft als eben solche ausweist und damit dokumentiert, dass die Yacht den Mitgliedern unentgeltlich zur Verfügung gestellt wird und keine Profite erzielt werden.

Auch für Privateigner wird es keine Probleme geben, wenn sie glaubhaft erklären können, dass es sich tatsächlich um „Freunde und Verwandte“ handelt, die sie an Bord haben."

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Kommentar dazu:



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Griechenland 2012

Janke Friedhelm, 18.04.2012
Ich komme nochmals auf mein Anliegen von gestern zurück. Keine Chartergäste, sondern Freunde aus meinem Tennisclub, welche ohne Bezahlung mitsegeln möchten. Welche Möglichkeiten einer vorbeugenden Gefahrenabwendung bestehen für mich?
Kann hier eine Erklärung meiner Mitsegler hilfreich sein oder muss ich eine Gebühr für meine Freunde bezahlen? Oder muss ich mir eine Charterlizenz besorgen? Falls Sie mir nicht genau weiterhelfen können, möchte ich Sie bitten, mir eine Adresse zu nennen welche mir weiterhelfen kann.

Antwort: Wie ich Ihnen gestern bereits mitgeteilt habe, steht in Griechenland ein neues Gesetz an, das ev. noch vor den Wahlen im Mai verabschiedet werden soll. Siehe www.insidersegeln.de/aktuell/Griechenland12.php
Wenn dieses Gesetz vom Parlament abgenickt wird, haben Sie vermutlich schlechte Karten, da man Ihnen Charter unterstellen KANN - nicht muss. Wir haben leider keine Ahnung wie die Passpolizisten das Gesetz dann auslegen und wie rigoros - oder auch nicht - Sie dann gecheckt werden, deshalb das KANN. Wird das Gesetz nicht verabschiedet, bleibt vermutlich alles so wie in den letzten Jahren und Sie können auf Ihre Erfahrungen zurück greifen. Mehr kann ich leider nicht sagen. Sie können ja mal mit der Deutschen Botschaft in Athen Kontakt aufnehmen, vielleicht wissen die mehr. Oder in Deutschland mit der Griechischen Botschaft in Berlin. Aber erfahrungsgemäß haben die leider keine Ahnung. Viele Grüße U.H.

Janke Friedhelm, 17.04.2012
Ich bin Eigner einer HR38 in der Marina Kos und nehme manchmal Freunde aus meinem Tennisverein mit auf mein Schiff zum Segeln. Wie kann ich einem Hafenpolizisten erklären, dass z.B. die Leute auf meinem Schiff, Freunde sind und keine Chartergäste? Danke für die Antwort Friedhelm Janke

Antwort: Wenn das neue Gesetz noch vor der Wahl im Mai durch das Parlament kommt, dann haben Sie möglicherweise ein Problem, denn in der Tat: wie wollen Sie den Passbeamten klar machen, dass es Freunde und keine Chartergäste sind? Ich würde abwarten, ob das Gesetz durchkommt und wenn ja, dann lieber mit den Freunden in GR ausklarieren in der Türkei segeln und am Ende des Törns wieder nach Kos zurück kommen. In der Türkei dürfen Sie zweimal im Jahr mit Familienmitgliedern und auch Freunden unentgeltlich segeln. MfG U.H.

Gottfried Tauber, 29.03.2012
Mafia ist in diesem Fall wohl fehl am Platz. Im übrigen ziehen die Griechen mit einer derartigen Regelung nur nach. Sowohl in Deutschland als auch in anderen europäischen Ländern - wie auch in der Türkei - gelten klare Bestimmungen gegen Schwarzcharter schon lange. Insofern ist der Kommentar von Rolf Meyer-Thibaut unverständlich.


Rolf Meyer-Thibaut, 28.03.2012
Die Griechen scheinen wohl alles tun zu wollen um ihre eigene Mafia, die alles schwarz abwickelt, zu schützen. Sie vergessen, dass sie in Europa leben und davon gewaltig profitieren. Die Türken sind da schon ein ganzes Stück weiter, wenn auch immer noch nicht in Europa. Warum schafft man in Griechenland nicht akzeptable und bezahlbare Regelungen für diesen Sektor, der große zuwachsraten hätte und somit devisen ins land bringen kann?

John Chandler, 21.03.2012
The minister involved with this, Antonis GEORGIADIS, resigned from the Greek government on 18th February so I doubt he will be taking further action! See: ekathimerini.com/4dcgi/_w_articles_wsite1_1_17/02/2012_428451 grreporter.info/en/turbulent_political_events_pending_new_cabinet/6048
The Greek government also has a lot more to worry about than making this a law, at least for this year. I also can't see how the Greeks will enforce this fairly. I have friends coming out to my boat regularly. They don't pay to come and there is no contract. They do pay for diesel, food and drink and a little something to me to maintain the boat - is this a charter?

Udo Hinnerkopf, 08.03.2012
Chartersegler aus der Türkei, die nur für eine Stipvisite in griechische Gewässer einlaufen sind m.E. nicht betroffen. Voraussetzung ist, dass sie offiziell in beiden Ländern aus- und einklarieren.


Jürgen Schultheis, 07.03.2012
Welche Bedeutung hat dieses griechische Gesetz für den Chartersegler der aus der Türkei kommend mal kurz in den griechischen Gewässern verweilen möchte?

Heinz Kurz, 25.02.2012
Ja nun, die Katze beisst sich wohl in den eigenen Schwanz.
Aber dies zeigt einmal mehr, was die Griechen von vom Tourismus verstehen. Aber eben, solange immer wieder Geld aus der EU kommt, was soll's, die Türkei wird's freuen. Und die guten Gründe, nach Griechenland zu segeln werden tatsächlich immer dünner...

Uwe Eisen, 24.02.2012
tja, die spinnen die griechen, auf der eine seite fährt jeder "depp" ein 200ps schlauchboot, noch dazu ohne führerschein, man hat ja genug geld, und auf der anderen bist du der depp, wenn sie dich erwischen, bzw. musste blechen. wer kann mir folg. frage kompetent beantworten: das deutsche finanzamt erkannte meine charterei nicht mehr an und stufte mich als hobby ein, gilt das eu-weit ??? gruß carmen und peter, sy sara-ena: fam.eisen@sara-ena.de

Georg Kadmos, 21.02.2012
Bitte nicht ernst nehmen das Ganze! Das ist wieder einmal reine Panikmache. Bei kritischer Betrachtung dieses Artikels kann man nur lachen und dem Verfasser zu seinem Versuch
, die vielen kleinen privaten Segler, die hin und wieder "Freunde" mitnehmen, einschüchtern zu wollen gratulieren.

Sved Uwe Dressler, 20.02.2012
Genau aus diesem Grund sollen es bei uns Clubreisen sein. Sportlich Aktivitäten auf dem Wasser. Wir warten mal ab, lassen es setzen und schauen, was andere noch zu sagen haben. Ich frage direkt bei der Griechischen Botschaft in Wien nach, wie die sich das vorstellen und ob wir als Verein drunterfallen. Bis bald.

Carmen und Peter, 20.02.2012
Wenn die Griechen das durchziehen – und davon gehen wir aus – werden einige Köpfe rollen bzw. einige Schiffe an die Kette gelegt. Aber im Prinzip war das abzusehen – die sog. Paradiese im MM werden einfach weniger – gegen Null. Mehr Geld könnten sie allerdings machen, wenn sie ihre halbfertigen Marinas fertigstellten und dort Geld machten – siehe hier, Trizonia, alles da inkl. Beleuchtung am Pontoon.

Rene Hertel, 20.02.2012
Nun, es war ja schon immer verboten, ohne eine Charterlizenz des Einsteigelandes zahlende Bordgäste an Bord zu nehmen.Was sich vordergründig ändert, ist die Androhung drakonischer Strafen. Gleichbedeutend ist auch davon auszugehen, dass wenn Deine Verwandten oder Freunde an an Bord kommen und Du keine Charterlizenz in der Türkei oder auch in Griechenland (Einsteigeland) nachweisen kannst, mit peinlichen Befragungen rechnen musst. Innerhalb der vergangenen 10 Jahre wurde ich auf See in der Einfahrt zur Marmaris Bucht nur einmal diesbezüglich respektvoll kontrolliert. Das wird sich in Zukunft in griechischen Gewässern wohl ändern.

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