Der Insider


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Kleopatra-Strand

Ein ganzer Korallenstrand für die Königin

Fast am Ende des Gökovagolfes, nördlich von Karaca-Sögüt, liegen die Sehir Adalari, die Kleopatra-Inseln. Flach ducken sie sich unter dem Westwind nah an die südliche Festlandküste. Die Inseln sind Wendemarke eines Törns in den Golf: Von hier geht es in langen Kreuzschlägen wieder zum offenen Meer hinaus.

PlanIn antiker Zeit lag auf dem größten Inselchen die Stadt Cedrea, eine Niederlassung von Rhodos. Dann besetzten die Römer den Golf, und Marc Anton betrat die Szene. Um Kleopatra aus Ägypten wegzulocken, ließ er der angeblich so schönen Königin einen Palast mit Bädern, Tempeln, Sportanlagen und einem hübschen, kleinen Theater bauen. Wie muss er verliebt gewesen sein, der Held aus Rom! Nur so lässt sich erklären, dass er die Idee ausführen konnte, den feinsten Korallensand vom Roten Meer kisten-, säcke-, tonnenweise in die tiefste Tiefe des Gökova-Golfs zu schleppen und der Dame aus Ägypten vor die Füße zu schütten. Welche Last auf Kamelrücken und in Galeerenbäuchen! Bei den Verkehrsverhältnissen damals.

Heute ist die Idylle touristische organisiert. Ein Inselwächter bittet zur Kasse - Yachtleute zahlen genau so wie die mit Ausflugsbooten anlandenden Touristen vom Festland. Der Sand ist fein und seine Körner sind rund; im Abendlicht schimmert er perlmuttfarben. In den Monaten Juli und August sollte man einen Bogen um den Strand segeln - zu viele Menschen! Dafür kann man unter den Olivenbäumen ein paar Schritte weiter absolute Einsamkeit erleben und die Ruinen von Türmen, Mauern und dem kleinen Theater besichtigen, in dem heute knorrige Olivenbäume zwischen den Sitzreihen stehen und im Wind die Blätter regen wie zum Applaus.

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